Vollständiger Name und Rechtsstellung der Organisation:

Universität Siegen

Code für den Einrichtungstyp: OTH
Ort: 57068 Siegen
Ländercode: D
Nach- und Vorname der Kontaktperson: Prof. Dr. Karin S. Weber
Titel und Stellung in der Einrichtung: Geschäftsführende Direktorin
Telefon (einschließlich Landes- und Ortskennzahl): +49 (0) 271 / 740 - 0
Fax (einschließlich Landes- und Ortskennzahl): +49 (0) 271 / 740 - 4899
E-mail: weber@ScoRe.uni-siegen.de
 weber@ispa.uni-siegen.de
Homepage: uni-siegen.de

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Information:
In Kooperation mit der Deutschen Angestellten-Akademie, dem Arbeitsamt Siegen, dem Regionalsekretariat des Kreises Siegen-Wittgenstein und der Kinderklinik Siegen, plant die Universität Siegen eine Qualifizierung zum/zur

Siegener Complexe Rehabilitations-Therapäden/-in
(ScoRe-Therapäde/-in)
für Angehörige helfender Berufe
1. April 2002 bis 31. März 2003

Berufsbeschreibung:
Das System zusammenführender (konduktiver) Förderung wurde ursprünglich nach dem 2. Weltkrieg in Budapest durch die Initiative des ungarischen Arztes András Petö (1893-1967) entwickelt. Dieser Ansatz wurde mittels eines Pilotprojektes (1990-92) für deutsche Verhältnisse erforscht, reformiert, (weiter-) entwickelt und mit ScoRe! nunmehr etabliert. Menschen mit erschwerten Lebensbedingungen durch Erkrankungen und Verletzungen des Zentralnervensystems können davon profitieren.

Die für ScoRe! qualifizierten Therapäden/-innen arbeiten in Gruppen, koordinieren Entwicklungs-, Lern- und Sozialisationsprozesse ihrer Klienten, kooperieren mit Ärzten, Behörden, Institutionen, Eltern/Angehörigen, leiten Studierende und Praktikantinnen an, bzw. werden selbstständig supervisiert. Mit ihrer komplexen Qualifikation bezeichnen wir sie als Therapäd-inn-en, denn sie vereinen Aufgaben von Therapeuten, (Heil-)-Pädagogen, und Pflegern in einer Person. Sie sind für alle Belange der ihnen anvertrauten Klienten mit zerebralen Schädigungen und deren folgenden Funktionsstörungen verantwortlich.

Die Qualifikationen der ScoRe!-Therapäden/-innen lassen berufliche Teilinhalte zu einem komplexen Fördersystem verschmelzen. Dabei handelt es sich nicht um ein Addieren und Anwenden von Einzelkompetenzen, sondern die Komplexität und Vielfalt konkretisiert sich in einem integrierten Programmangebot. Die Qualifizierung erfordert Lernprozesse, auch in der eigenen Persönlichkeitsentwicklung.

Zielgruppen:
Siegener complexe Rehabilitation ScoRe! erfordert Fachleute, die eine breitgefächerte Qualifikation (medizinisch-therapeutisch, pädagogisch-psychologisch, pflegerisch) haben.

Ziel ist eine wissenschaftlich und praktisch fundierte Qualifizierung zu ScoRe Therapäden/-innen für bereits ausgebildete Angehörige helfender Berufe mit mindestens FH-Abschluß auf den theoretischen und praktischen Grundlagen Konduktiver (Mehrfachtherapeuticher) Förderung und Rehabilitation nach Weber, Petö und Keil.

Ansprechpartnerinnen:

Frau Prof. Dr. Weber
Universität Siegen, Institut ScoRe!
( (02 71) 7 40 43 87

Frau Fischer
DAA Physiotherapieschule
(
(02 71) 8 70 75-17

Dauer:
1. April 2002 bis 31. März 2003
jeweils von 08:30 bis 16:30 Uhr

2.416 Unterrichtseinheiten (=45‘), davon 1672 ScoRe Grundlagenwissen und 744 Stunden (=60‘) ScoRe Praxiserfahrungen in Form von Blockpraktika in ausgewählten Institutionen.

Inhalte und Abschluss:
ScoRe!
/ Zusammenführende (Konduktive) Förderung und Rehabilitation, Medizin und Therapiebereiche, Psychologie, Erziehungswissenschaft und Soziologie, Didaktik und Methodik, EDV.

Abschluss:
Therapeutische-, pädagogisch-psycho-logische- und pflegerische Kompetenzen mit abschlussbezogener Zertifizierung durch die Universität Siegen und Anerkennung nach der Modellphase.

Wir über uns:
Die Universität Siegen gehört zu den jungen Hochschulen des Landes NRW und ist u. a. interdisziplinär ausgerichtet. Internationale Partnerschaften werden mit über 50 Hochschulen in aller Welt unterhalten.

Weiterbildung ist neben Forschung und Lehre eine unverzichtbare und immer wichtiger werdende Aufgabe, die auch im Hochschulgesetz des Landes Nordrhein-Westfalen verankert ist. Durch Qualifizierungen schafft Arbeitsmarktpolitik einen wesentlichen Baustein bei den Bemühungen zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit.

Anpassungen im Gesundheitsbereich werden im Hinblick auf den Wandel in der Struktur unserer Gesellschaft für die Zukunft immer wichtiger.

Die Deutsche Angestellten-Akademie ist auf dem Gebiet der beruflichen Fortbildung und Umschulung erfolgreich tätig. Das beispielhafte Weiterbildungssystem der DAA mit den anerkannten, langjährig erprobten und praxisnahen Lehrgängen eröffnet die Gelegenheit, beruflichen Chancen durch das Erlernen zielgerichteter neuer Kenntnisse und Fertigkeiten zu verbessern.

Durch Einsatz neuester Technologien und berufsbezogener Unterrichtsmethoden sind die Qualifikationen praxis- und zukunftsorientiert.

Finanzielle Förderung:
Über die Voraussetzungen und den Umfang der finanziellen Förderung nach dem Sozialgesetzbuch erteilen die Arbeitsämter Auskunft.

Soweit die Qualifizierung im Rahmen einer beruflichen Rehabilitation erfolgt, erteilen die zuständigen Sozialversicherungsträger (Bundesversicherungsanstalt für Angestellte, Landesversicherungsanstalten, Berufsgenossenschaften) Auskunft.

Soldaten mit Ansprüchen nach dem Soldatenversorgungsgesetz erhalten nähere Auskünfte bei ihrem zuständigen Berufsförderungsdienst.

Eine Förderung durch den Europäischen Sozialfond des Regionalsekretariates des Kreises Siegen-Wittgenstein ist geplant.

Informationen und Beratung:

Universität Siegen,
Institut ScoRe!,
Wichernstr. 8 Ÿ 57068 Siegen

Frau Prof. Dr. Weber
Telefon (02 71) 7 40 43 87
eMail weber@ScoRe!.uni-siegen.de

Frau Fischer
Telefon (02 71) 8 70 75-17
eMail daa-siegen.physio@t-online.de

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 PRESSEINFORMATION ScoRe-Institut

BUNDESWEIT EINMALIGES UNIVERSITÄRES WEITERBILDUNGSANGEBOT FÜR ANGEHÖRIGE HELFENDER BERUFE

20. Februar 2002

Was bedeutet ScoRe?
ScoRe (Siegener complexe Förderung und Rehabilitation) ist eine zeitgemäße zusammenführende (konduktive) Förderung in Gruppen für Kinder und Erwachsene mit Schädigungen im Zentralnervensystem.

Bei Kindern treten sogenannte zerebrale Bewegungsstörungen vor allem bei Frühgeborenen oder bei Säuglingen nach Sauerstoffmängeln oder Infektionen auf, die vor, während oder nach der Geburt bestanden haben (z. B. Spastiker).

Bei Erwachsenen zeigen sich zentralnervös bedingte Bewegungsstörungen (z. B. Hemiplegien = Halbseitenlähmungen) vor allem nach Schlaganfällen, Tumoren und anderen Erkrankungen im Gehirn. Auch sogenannte neurodegenerative Erkrankungen, wie Multiple Sklerose (MS) und Parkinson-Syndrom haben primär (fein)-motorische Einschränkungen zur Folge.

Von Seiten betroffener Eltern und Angehörigen, durch Medien sowie aus Förderzentren und Rehabilitationskliniken, wird ein Bedarf an komplexer Behandlung zunehmend artikuliert. ScoRe wird diesem Anspruch in umfassender Weise gerecht.

ScoRe ist die Weiterentwicklung des konduktiven Systems des ungarischen Arztes András Petö, allerdings reformiert, weiterentwickelt und zugeschnitten auf heutige Erfordernisse westeuropäischer Förder- und Rehabilitationsmaßnahmen.

Was ist unser Ziel?
Unser Ziel ist eine breite wissenschaftlich und praktisch fundierte Qualifizierung zur Siegener complexen Rehabilitation (ScoRe) im Sinne eines „Dynamic Conductive System Managments“ auf den theoretischen Grundlagen und praktischen Erfahrungen Konduktiver (Mehrfachtherapeutischer) Förderung und Rehabilitation nach Weber, Petö und Keil .

ScoRe soll ab April 2002 an der Universität Siegen als Weiterbildung für Angehörige helfender Berufe angeboten werden. Die Qualifizierung zu ScoRe-Therapäd-inn-en (post-graduiert) wird in Kooperation zwischen, der Universität Siegen, den Schulen für Physio- und Ergopädie der DAA Siegen bzw. in Zusammenarbeit mit Institutionen der Frühförderung und –behandlung oder Rehabilitationskliniken aus der Region Siegen-Wittgenstein und anderen anerkannten Praxisstellen aus unterschiedlichen Bundesländern sowie europäischen Nachbarländern verwirklicht werden. Die Qualifizierung wird mit entsprechenden Qualifizierungen anderer europäischer Aus- und Weiterbildungen kompatibel und verrechenbar sein (ECTS).

Dieser Modellversuch wird als Maßnahme Nr. 100/02 vom Arbeitsamt Siegen anerkannt und kann damit im gesamten Bundesgebiet durch die Arbeitsämter finanziert werden.

Wen benötigt ScoRe hierzu?
ScoRe
erfordert Fachleute, die eine breitgefächerte Qualifikation (medizinisch - therapeutisch, pädagogisch – psychologisch und pflegerisch) haben. Sie kooperieren mit Ärzten, Behörden, Institutionen, Eltern, leiten Studierende und Praktikantinnen an, bzw. werden selbst ständig supervisiert. Mit ihrer Qualifikation managen sie komplex die Aufgaben von Therapeuten, (Heil-)-Pädagogen, und Pflegern in einer Person und lassen berufliche Teilinhalte zu einem komplexen Fördersystem verschmelzen. Dabei handelt es sich nicht um ein Addieren und Anwenden von Einzelkompetenzen, sondern die Komplexität und Vielfalt konkretisiert sich in einem integrierten Programmangebot und erfordert Lernprozesse, auch in der eigenen Persönlichkeitsentwicklung.

Die Weiterbildung ist eine Vollzeitmaßnahme im Umfang von 12 Monaten für inhaltliche und theoretische Grundlagen bzw. 4 Monate Praktikum in anerkannten Einrichtungen. Voraussetzungen sind Fachhochschulabschluß plus Berufserfahrungen im Bereich der Behindertenhilfe.

Wie sieht die Zukunft von ScoRe aus?
Alle künftigen Aufgaben Forschung, Weiterbildung und Praxis werden durch das Institut ScoRe in dreifacher Weise an der Universität Siegen realisiert:

  1. Das Forschungsinstitut wird alle wissenschaftlichen Aufgaben bearbeiten und die praktische Arbeit evaluieren, um eine Qualitätssicherung zu gewährleisten. Es ist bereits gegenwärtig an internationalen Projekten beteiligt (SOKRATES der EU).

  2. Das Weiterbildungsinstitut wird einerseits ab April 2002 die einjährige Qualifizierung für ScoRe-Therapäd-inn-en für Angehörige helfender Berufe anbieten (Vollzeit) und andererseits soll künftig außerdem eine berufsbegleitende Weiterbildung für Sonderschullehrer an Körper- und Lernbehinderten Schulen in NRW, mit dem Ziel einer Einführung von ScoRe-Klassen an den Sonderschulen hinzukommen (ca. 2007).

  3. Im Praxisinstitut werden mit Beginn des ScoRe-Projektes im April 2002 einige Gruppe gegründet, in denen ScoRe praktisch umgesetzt wird. Diese Gruppen bzw. folgende werden später in die Kinderklinik Siegen integriert (ca. 2003).

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