Antrag bei der Europäischen Kommission
A.1 Projektbezeichnung
Entwicklung gemeinsamer Module eines Europäischen Curriculums zur Fort- und Weiterbildung von Pädagogen und therapeutischen Fachkräften zum/zur Konduktor/in
A.2 Zusammenfassung
Konduktive Förderung ist ein speziell für cerebralparetische Kinder und Menschen mit anderen motorischen Behinderungen entwickeltes Förderkonzept, das sowohl exakte neurophysiologisch fundierte Physio- und Ergotherapie sowie Sprach-, Kognitiv- und sozial-emotionale Förderinhalte mit altersentsprechender Pädagogik verbindet.
Da die in Europa bisher angebotenen Arten der Aus-, Fort- und Weiterbildung für dieses spezielle Fördersystem sowohl inhaltlich als auch zeitlich differieren, wird eine Angleichung der unterschiedlichen Fortbildungsarten an einheitliche, kompatible Module und ein gegenseitig anerkennbares Fortbildungskonzept innerhalb dieses Projekts angestrebt.
Die Fortbildungen in den verschiedenen Ländern sollten miteinander sowohl inhaltlich als auch vom Aufbau und vom zeitlichen Ausmaß her verglichen und im Rahmen neu entwickelter, gemeinsamer europäischer Module eines Curriculums in Österreich, Deutschland und England sowie Norwegen angeboten werden, damit die in öffentlichen Schulen integrierten cerebralparetischen Kinder durch diese spezielle Zusatzausbildung von Lehrern, Pädagogen und Therapeuten zielgerichtet gefördert werden können.
Die Endprodukte sind gemeinsame Module eines europäischen Curriculum, die eine Verbesserung der Fortbildung zu Konduktor/innen gewährleisten sollen, damit cerebralparetische Kinder und Menschen mit anderen motorischen Behinderungen höhere Bildungschancen, gesteigerte Selbstständigkeit und dadurch vermehrte Integrationsfähigkeit erwerben können.
B.1. Hintergrund des Projekts
a) Allgemein
Durch die in den letzten Jahren gesteigerte Bereitschaft und Nachfrage in den europäischen Ländern, vor allem in D, UK, NO und A, in öffentlichen Schulen und Kindergärten, cerebralparetische Kinder und Jugendliche zu integrieren, besteht massiver Bedarf, Lehrer, Pädagogen und andere therapeutische Fachkräfte speziell für diese Kinder und Jugendlichen auszubilden, da Therapie und Erziehung dann im gleichen Maße von diesen Fachkräften angeboten werden kann.
Die massiven Integrationsbestrebungen speziell in A und D haben aber auch die Probleme der individuellen Förderung von cerebralparetischen Kindern und Jugendlichen aufgeworfen.
Regional bedingte Unterschiede der Integrationsbestrebungen in NO und UK haben sich bis jetzt primär auf sinnesbehinderte Menschen bezogen. Die Eingliederung und Integration von körperbehinderten Menschen ist aber auch dort sehr stark im Ansteigen.
Nationale Bestrebungen, vor allem in UK, der Universitäten in Keele, Glasgow und Wolverhampton einen Konsens bezüglich der Fort- und Weiterbildung zur Konduktorin zu finden, wird durch die Teilnahme der Foundation for Conductive Education in Birmingham, die eng mit der Universität in Wolverhampton zusammenarbeitet, ebenfalls erleichtert und gefördert. Da die Universität in Keele wiederum eng mit dem internationalen Petö Institut in Budapest zusammenarbeitet, wird durch das EU-Projekt eine internationale Vernetzung ermöglicht.
Für cerebralparetische Kinder bedeutet ein herkömmlicher Tagesablauf in einer Sonder- oder Regelschule bzw. in einem Sonder- oder Regelkindergarten eine Überforderung im Sinne einer nicht adäquaten Anpassung an seine Bedürfnisse.
Unterschiedliche Förder- und Therapieansätze (Physio-, Ergotherapie, Logopädie, kognitive Förderung und/oder Unterricht) durch verschiedene Therapeuten, Lehrer, Kindergarten- und Sonderkindergartenpädagogen, deren Möglichkeiten zum gegenseitigen Austausch äußerst begrenzt sind, verunmöglichen es für das cerebralparetische Kind ganzheitlich und komplex - unter Einschluß seiner gesamten Persönlichkeit - aktiv und selbstgesteuert zu lernen.
Konduktive Förderung für cerebralparetische Kinder bedeutet die untrennbare Einheit von Therapie und Unterricht, Bildung und Erziehung, sich aktiv und je nach individuellen Fähigkeiten fortzubewegen und sich im Selbsthilfebereich zu versorgen, durch ständig physiotherapeutisch kontrollierte Lagen und Positionen Kontrakturen, Skoliosen, Hüftluxationen und andere orthopädische Fehlstellungen zu vermeiden und somit innerhalb eines strukturierten Tagesablaufes nicht additiv verschiedene Therapieeinheiten zu konsumieren, sondern in jedem Augenblick ganzheitlich gefördert zu werden.
In der Praxis, d.h. in der Regelschule alltäglich integrierter cerebralparetischer Kinder oder auch im Schulalltag der Sonderschule für körper-/bzw. mehrfachbehinderte Kinder sowie häufig auch in Regel- und Sonderkindergärten verbringen cerebralparetische Kinder den größten Teil der Zeit im Rollstuhl, werden von Hilfspersonen entsprechend den wegen die sie zurücklegen müssen geschoben bzw. jüngere Kinder werden getragen, da einerseits zu wenig Zeit für selbständige aktive Transfers eingeplant ist oder andererseits auch das Fachpersonal nicht ausreichend im Bezug auf das therapeutische Handling und den ganzheitlichen -–Therapie und Pädagogik betreffenden – Ansatz dafür qualifiziert ist.
Sowohl im Sonderkindergarten als auch im Sonderschulbereich ist es meist schwierig eine alters- und behinderungshomogene Gruppe zusammen zu stellen, sodaß oft cerebralparetische Kinder mit Down-Syndrom-Kindern , geistig und sinnesbehinderten Kindern in einer Gruppe sind, was das behindertenspezifische Förderkonzept zusätzlich erschwert.
In Integrationsgruppen, wo cerebralparetische Kinder mit nichtbehinderten Kindern zusammen sind, besteht aufgrund mangelnder Fachkompetenz oft nicht die Möglichkeit diese Kinder ihren Förderschwerpunkt zu unterstützen – Überforderung durch Reizüberflutung – zuwenig Struktur und stark fluktuierende Umgebung erschweren zusätzlich eine optimale Lernsituation zu gestalten.
Konduktive Förderung führt in umfassender, mehrdimensionaler und interdisziplinärer Weise bei funktionsgestörten und behinderten Kindern Entwicklungs-, Lern- und Sozialisationsprozesse zusammen. Diese Zusammenführung, die Reifung und Weitereintwicklung, Verbesserung von motorischen, intellektuellen und sozial-emotionalen Qualitäten sowie ein Zunehmen der Selbständigkeit im Alltag bewirkt, wird durch therapeutische (bewegungs-, sprachfördernde,....) pädagogische (entwicklungs- und kognitiv fördernde) und selbständigkeitsfördernde (Lebenspraxis) Intentionen von einer fachlich kompetenten Person gleichzeitig und gleichgewichtig integrativ in Aufgabenserien organisiert, realisiert und evaluiert.
Voraussetzung dafür ist die gleichermaßen therapeutische und pädagogische Grundausbildung des Betreuungspersonals (d.h. pädagogisches Grundwissen für Therapeuten und auf cerebralparetische Kinder bezogenes therapeutisches Grundwissen für Pädagogen) und darauf aufbauend, konduktives Fachwissen für beide Berufsgruppen.
Davon ausgehend, daß jede therapeutische Intervention pädagogische Aspekte beinhaltet und jede pädagogische Förderung therapeutisches Handling beim cerebralparetischen Kind voraussetzt, ist es sinnvoll, sowohl für Pädagogen als auch für Therapeuten eine Fort- und Weiterbildung zur Konduktorin anzubieten.
Die Konduktorin, die als spezielle Fachkraft für das cerebralparetische Kind genauestens über seine Ziele Bescheid weiß, Therapie und Förderkonzept erstellt und durchführt, bietet dem Kind durch die multidisziplinäre Vereinigung dieser verschiedenen Berufssparten in einer Person, psychische Stabilität zur Entfaltung emotional positiver Gestimmtheit, da sie das Kind als Bezugsperson durch den gesamten Tagesablauf begleitet.
b) Gegenwärtige Lage
Die Konduktive Förderung ist mittlerweile weltweit verbreitet: so gibt es zB Institute in Australien, Belgien, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Hongkong, Israel, Japan, Kanada, Malta, Neuseeland, Norwegen, Österreich, Schweden, Spanien, USA und anderen Ländern sowie in Ungarn, dem Ursprungsland, die cerebralparetische und mehrfachbehinderte Kinder und Jugendliche nach diesem Konzept sehr erfolgreich fördern.
Vor allem im europäischen Bereich haben verschiedene Institute und Vereine, ihren nationalen Möglichkeiten entsprechend, Fort- und Weiterbildungen entwickelt, die in ihren Schwerpunktsetzungen und in ihrer Dauer, wie auch den erforderlichen Vorkenntnissen nach unterschiedlich sind.
c) Verbesserungsvorschläge
Da entsprechend den nationalen Ressourcen, Fort- und Weiterbildungen im Rahmen von 6-wöchigen Blockveranstaltungen bis zu 3-jährigen, berufsbegleitenden Fort- und Weiterbildungen variieren, oft wird auch noch der tatsächliche Bedarf an KonduktorInnen durch den "Import" ungarischer KonduktorInnen abgedeckt, zeigt sich immer deutlicher der Bedarf einer einheitlichen, europäischen Ausbildung, der die Entwicklung eines gemeinsamen Curriculums vorausgeht und die weiters eine gegenseitige Anerkennung dieser Fort- und Weiterbildung garantiert.
B.2. Ziele des Projekts
B.3. Thematische Ausrichtung des Projekts
Durch die Entwicklung gemeinsamer Module eines Europäischen Curriculums setzen sich die Institutionen von vier europäischen Länder, die seit langer Zeit in unterschiedlicher Form Konduktive Förderung praktizieren, erstmals in Europa mit den wissenschaftlichen Grundlagen dieses Fördersystems auseinander und entwickeln darauf aufbauend eine fundierte Fort- und Weiterbildung für Lehrer, Pädagogen und andere therapeutische Fachkräfte zu Konduktoren. Durch die gemeinsame Konzeption dieser Module eines Europäischen Curriculums ist eine gegenseitige Anerkennung der ausgebildeten Fachkräfte gewährleistet und somit steht diesen Absolventen Arbeitsmöglichkeit im europäischen Raum zur Verfügung.
Die unterschiedlichen Erfahrungen der verschiedenen Institutionen in diesen vier europäischen Ländern werden durch die Planung der gemeinsamen Module eines Europäischen Curriculums vernetzt. Der Austausch ermöglicht das Profitieren von unterschiedlichen Erfahrungen und im weiteren Sinne das Setzen von nationalen Schwerpunkten in der gemeinsamen Ausbildung im Sinne eines Modulsystems, das die Ausbildungsteilnehmer in Anspruch nehmen können und die unterschiedlichen Module (= Schwerpunkte) in einem oder mehreren (max 4) dieser zusammenarbeitenden Länder absolvieren können.
Die Verbesserung der schulischen Lernerfolge von cerebralparetischen Kindern kann nicht nur isoliert an der Verbesserung des kognitiven Niveaus gemessen werden.
Wie beim "Hintergrund des Projekts" (B.1.a) bereits erörtert, führt Konduktive Förderung in mehrdimensionaler und interdisziplinärer Weise Entwicklungs-, Lern- und Sozialindispositionen bei funktionsgestörten und behinderten Kindern zusammen.
Cerebralparetische Kinder, die den größten Teil des Tages sitzend im Rollstuhl verbringen, wie das in Regelschulen üblich ist, sind stark gefährdet, Kontrakturen und andere orthopädische Fehlstellungen zu bekommen und im Weiteren die für sie notwendigen Alltagstätigkeiten nicht durchführen zu können.
Weiters ist Konduktive Förderung ist ressourcen- und prozeß- und nicht defektorientiert. Parallel zu einem komplexen Lernprozeß wird laufend ein Lernprozeß der zunehmenden Selbststeuerung in Gang gehalten. So wird eine verbesserte Lernsituation geschaffen.
Durch die gleichermaßen therapeutische und pädagogische Förderung mit Einheiten der Förderung im Selbsthilfebereich, die das Konduktive System anbietet, können Kinder mit besonderen Bedürfnissen umfassend und mehrdimensional auf Aktivität und Selbststeuerung ausgerichtet gefördert werden.
B.4. Zielgruppe
Die Zielgruppe sind bereits qualifizierte Pädagogen (VS-, HS-, Sonderschul-, Begleit- und Stützlehrer, KindergärtnerInnen, SonderkindergärtnerInnen, Integrations- oder Sonder- und Heilpädagogen sowie Behindertenpädagogen) und andere therapeutische Fachkräfte, die mit cerebral bewegungsgestörten Kindern und Jugendlichen aber auch Erwachsenen arbeiten.
Eine weitere Zielgruppe sind diejenigen pädagogischen und therapeutischen Fachkräfte, die bereits in Konduktiven Tagesgruppen arbeiten, um ihnen eine qualifizierte Fort- und Weiterbildung zu ermöglichen.
Eine weitere Zielgruppe dieses Projekt sind letztendlich die cerebralparetischen Kinder und Jugendlichen, die auch am meisten von der höheren Qualifikation ihrer Betreueungspersonen profitieren.
Vorerst werden in den am Projekt teilnehmenden Ländern (UK, A, D, NO) nach Abschluß des EU-Projekts die Fort- und Weiterbildungslehrghänge zur Konduktorin installiert, wodurch den dort praktizierenden Pädagogen und Therapeuten die Möglichkeiten zu einer qualifizierten und hochwertigen Zusatzausbildung und Qualifikation geboten wird.
In weiterer Folge werden mit großer Sicherheit die, nicht als "offizielle" Partner am EU-Projekt teilnehmenden Länder, wenn die entsprechenden Voraussetzungen und Ressourcen sowie Einrichtungen in ihren Ländern vorhanden sind, dieses Curriculum übernehmen und ebenfalls anbieten.
B.5. Präzisierung der jährlich erhofften Ergebnisse
Konkrete Ergebnisse des 1. Projektjahres:
- Homepage
- diversen pädagogischen und therapeutischen Fachzeitschriften
- Information an die zuständigen Ministerien in den Ländern der teilnehmenden Einrichtungen
- Information an verschiedene Ausbildungsstellen und Akademien in den Ländern der teilnehmenden Einrichtungen
Konkrete Ergebnisse des 2. Projektjahres:
Schriftliche Festlegung auf gemeinsame Module in Form einer Präsentationsmappe und in einem Ergebnisseprotokoll (Festlegung der Beschlüsse der gemeinsam erarbeiteten Module aus den Bereichen Pädagogik und Medizin, konduktives Fördersystem, altersentsprechende Methodik und Didaktik und Behindertensport / inhaltlich Festlegung der Anzahl der Stunden / Festlegung der Verteilung auf die einzelnen Semester / Inhaltliche Beschreibung der aus den Vergleichen und Diskussions entstandenen neuen Module (zB Fachsupervision, Psychologische Supervision, Dokumentation, Mehrfachtherapie, Fachliteratur) und Beschreibung der dadurch erworbenen neuen Fähigkeiten und Fertigkeiten / Beschreibung der neuen Module ( inhaltlich, Festlegung der Anzahl der Stunden,Festlegung der Verteilung auf die einzelnen Semester) / Festlegung des Ausmaßes der Übernahme der neuen Module in das gemeinsame Curriculum
- Veröffentlichung der Gesamtergebnisse des 2. Projektjahres in
- Homepage
- diversen pädagogischen und therapeutischen Fachzeitschriften in allen Ländern der teilnehmenden Einrichtungen
- Information an die zuständigen Ministerien in allen Ländern der teilnehmenden Einrichtungen
- Information an verschiedene Ausbildungsstellen und Akademien in allen Ländern der teilnehmenden Einrichtungen
- Fertigstellung des Grundkonzeptes für das Handbuch
Konkrete Ergebnisse des 3. Projektjahres:
B.6. Weitere Pluspunkte und erwartetet Nebenwirkungen
Weitere Pluspunkte sind:
- gezielte Förderung behinderter Kinder und Jugendlicher
- praxisbezogene Fördermethode, die in Alltag und Schule von Lehrern, Pädagogen und Therapeuten umgesetzt werden kann.
- Vermehrte innereuropäische Zusammenarbeit verschiedener Institutionen und Einrichtungen, die mit cerebralparetischen Kindern und Jugendlichen arbeiten.
Nebenwirkungen:
- Verbreitung
des Konduktiven Fördersystems- Verstärkung
fachlichen Austauschs- Integration
und Weiterentwicklung osteuropäischer Förderansätze (Austausch, Verständigung und Dialog)
C. Projektprofil und –organisation
C.1. Es handelt sich um ein 3-jähriges Projekt
C.3. Arbeitssprache
Die Arbeitssprachen sind Deutsch und Englisch (mit Dolmetscher).
Verbindliche organisatorische Richtlinien
- Die teilnehmenden Institutionen der einzelnen Länder verpflichten sich für die Zeit des gesamten Projektes (3 Jahre) daran teilzunehmen.
- Bei Ausscheiden aus dem Projekt aus triftigen Gründen verpflichtet sich die jeweilige Einrichtung adäquaten Ersatz, d.h. ein ebenfalls eligible und auch den Anforderungen des Projektes entsprechende Einrichtung zu stellen.
C.5. Pädagogische Ansätze und Konzepte, die zwecks Erreichung der angestrebten Ergebnisse eingesetzt werden sollen.
a) bezüglich der Teilnehmer
Da bei der Entwicklung der gemeinsamen Module meines Europäischen Curriculums für Fort- und Weiterbildung für KonduktorInnen ausschließlich mit bereits in der Fortbildung tätigen, qualifizierten Fachkräften gearbeitet wird, sind besondere pädagogische Ansätze oder Konzepte nicht nötig.
Es wird in Arbeitsgruppen sowie einzeln gearbeitet werden, in zahlreichen produktiven Diskussionsrunden und so die geplanten Ergebnisse entstehen.
b) bezüglich des Konduktiven Fördersystems
Der theoretische Ansatz des Konduktiven Förderungssystems ist die Gleichwertigkeit und Gleichverteilung von Therapie und Pädagogik – das bedeutet, daß jeglicher Art des gezielten Lernens, ebenso dem Bewegungslernen, eine pädaogische Interaktion zugrunde liegt.
Die Bewegung (als dominierende Tätigkeit) führt zur Bildung und Umgestaltung psychischer und physischer Vorgänge und auch die kognitiven Veränderung (Fortschritte) tragen zur Bildung neuer Bewegungen bei.
C.6. Verwendung neuer Technologien
C.7. Überwachungsmaßnahmen zur Evaluierung des Projekts
Im Sinne der Qualitätssicherung verwendet die Projektgruppe folgende Methoden der formativen Evaluation bzw. zur systematischen Selbstkontrolle:
Ergebnisprotokolle und Präsentationsmappe zur Dokumentation des Diskussionsstandes und des Arbeitsfortgangs, Erstellung eines Ablaufplanes, in dem Aufgabenverteilung und Aufgabenrealisation festgehalten werden. Das Einhalten von Feedbackschleifen über den Projektfortgang bei jedem Treffen der Projektgruppe soll die Entwicklung der Projektarbeit hinsichtlich Zielvereinbarung bzw. Zielerreichung sicherstellen.
Am Ende eines jeden Projektjahres wird ein Bericht erstellt, in dem die erzielten Ergebnisse mit den Anfangszielen verglichen werden: summativer Aspekt der Evaluation.
Ebenfalls werden durch die Erstellung des Handbuches die Inhalte der gemeinsam von den Projektteilnehmern erarbeiteten Module des Europäischen Curriculums, die Aufbau- und Spezialisierungsmodule festgehalten.
Frau Dr. Karin S. Weber von der Universität Siegen ist Qualitätsbeauftragte, die dafür verantwortlich ist, daß das Qualitätssicherungssystem umgesetzt wird.
D. Verbreitung
D.1. Verbreitung und Veröffentlichung:
Größter Wert wird auf die bestmögliche und breitenwirksamste Veröffentlichung der laufenden Ergebnisse dieses EU-Projektes in allen Ländern der teilnehmenden Einrichtungen gelegt. Durch die Nutzung der neuen Technologien wie Internet bzw. Homepage haben auch nicht am EU-Projekt teilnehmende Einrichtungen, die mit cerebralparetischen Kindern und Jugendlichen arbeiten, Zugang zu diesen Projekt-Ergebnissen.
- Präsentation der laufenden Ergebnisse bei internationalen Fachtagungen und Kongressen (Petö (Konduktiv)-Weltkongress, Juni 2001 in London).
- Veröffentlichung der Ergebnisse in der Homepage
- Veröffentlichung von Jahresabschlußberichten in diversen pädagogischen und therapeutischen Fachzeitschriften in allen Ländern der teilnehmenden Einrichtungen
- Informationen an die zuständigen Ministerien in allen Ländern der teilnehmenden Einrichtungen
- Informationen an verschiedene Ausbildungsstellen (Akademien, Universitäten) in allen Ländern der teilnehmenden Einrichtungen
E. Sonstige Themen
E.1. In welchem Maße und auf welche Weise wird den Bedürfnissen benachteiligter Rechnung getragen?
Es wird im Besonderen behinderten Kindern und Jugendlichen und deren spezifischen Bedürfnissen im Sinne einer ganzheitlichen, nicht mehr additiven Förderung Rechnung getragen.
E.2. Die Chancengleichheit von Männern und Frauen
Durch die vermehrte Internationalisierung der Ausbildung und durch die Anhebung des Ausbildungsniveaus ist zu hoffen, daß auch vermehrt Männer den Beruf eines Konduktors ergreifen wollen.